Newsletter IV-2017

7. Sachverständigentag der WTA-D

Sanieren nach Norm – Sanierung als Regelfall?

Modernes Bauen wäre ohne Normen nicht vorstellbar, zu wichtig ist ein unabhängiger Standard, der zu einer Vergleichbarkeit führt. Unterschiedliche Gewerke und damit ver- bunden verschiedene Begrifflichkeiten benötigen eine gemeinsame Sprache. Somit hat sich die nationale, aber auch die internationale Normung zu einer bedeutenden Grundlage im Bauwesen entwickelt.

Ein Bestandteil aktueller Normung ist, dass sie sich überwiegend auf neue Gebäude bezieht. Gleichzeitig müssen immer mehr und verschiedene Gewerke sowie die Anwendung komplexerer Bausysteme berücksichtigt werden, was insgesamt zu einer deutlichen Erhö- hung der Regelungsdichte geführt hat.

Auch bei der Sanierung spielt Normung eine Rolle: Einerseits wird oftmals die zum Errich- tungszeitpunkt des Gebäudes gültige Normfassung benötigt, um beispielsweise den damaligen Standard zu ermitteln. Andererseits müssen ggf. auch aktuelle Normen auf die Sanierung von Bestandsgebäuden angewendet werden wie zum Beispiel die Dokumente vom CEN/TC 346 »Erhaltung des kulturellen Erbes« bei historisch wertvoller und besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Dies führt oftmals zu nicht lösbaren Konflikten, da die jeweilige Ausgangsbasis zwischen Altbau und »neuer« Norm nicht vergleichbar ist.

In diesem Spannungsfeld stehen Planer, Bauüberwacher und Ausführende gemeinsam mit privaten und öffentlichen Bauherren bei der Durchführung einer Sanierung.

Der 7. Sachverständigentag der WTA-D hat dieses Spannungsfeld aus verschiedenen Sichten näher beleuchtet. Neben den juristischen Knackpunkten wurden Aufgabenstellungen des Holz- und Bautenschutzes, Aspekte der energetischen Sanierung, Fragen der Betoninstandsetzung und zu bauphysikalischen Anforderungen des Schall- und Brandschutzes von namhaften Experten betrachtet.

Begleitend zum Sachverständigentag hat eine Fachausstellung mit namhaften Ausstellern stattgefunden. Der FVID war ebenfalls sehr erfolgreich mit einem eigenen Stand vertreten. Die Standbesetzung hatten die beiden Koordinatoren Walter Menzel und Manfred Weimer übernommen. Sie konnten in zahlreichen Gesprächen den interessierten Teilnehmern den Fachverband Innendämmung näher vorstellen. So konnte bei einigen Teilnehmern echtes Interesse für eine künftige Mitgliedschaft im FVID geweckt werden; ein Teilnehmer hat spontan seine Mitgliedschaft beantragt.

In Summe eine gelungene Veranstaltung mit fachlich hochkarätigen Referenten und einem absolut positiven Ergebnis für den FVID als Aussteller.