In einem Impulspapier fordern 15 Verbände konjunkturpolitische Maßnahmen im Gebäudebereich. Der FVID e.V. hat das Impulspapier mitunterzeichnet, um auf das Thema „Dämmung", insbesonders die Innendämmung, zu machen.

Der Bausektor ist mit ca. 2 Mio. Beschäftigten und einem jährlichen Bauvolumen von 400 Mrd. Euro einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Ihm kommt damit eine zentrale Rolle für nachhaltige Investitionen in die regionale Wertschöpfung zu, die gleichzeitig zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Um das große ökologische und ökonomische Potenzial des Gebäudesektors voll auszuschöpfen, fordern Verbände aus Baustoffindustrie und Handwerk die Politik auf, bei Maßnahmen eines neuen „Konjunkturpakets III“ auch die deutschen und europäischen Klimaschutzziele im Blick zu haben.

Vor dem Hintergrund drastisch einbrechender Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen sowie ungewisser wirtschaftlicher Aussichten als Folge der Covid-19-Ausbreitung stellen zahlreiche Kommunen und private Bauherren ihre Investitionen zurück. Damit es mittelfristig zu keinen Investitionsengpässen im Baubereich bei privaten und öffentlichen Gebäuden kommt, bedarf es zusätzlicher Anreize, um die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes voranzutreiben. Viele Gebäude stammen aus der Nachkriegszeit und verfügen über entsprechend schlechte energetische Standards. So sind im Moment zum Beispiel noch ca. 3/4 der Fenster energetisch unzureichend und ca. 2/3 der Außenwände noch ungedämmt. Marktstudien haben gezeigt, dass man z. B. mit einem Marktpotenzial von mehreren Mio. m2 Innendämmung jährlich rechnen kann.

Die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes – dazu zählen neben den baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle auch Aufstockungen, Dachausbauten und der Ersatzneubau – bietet durch dauerhafte Energie- und CO2-Einsparungen sowie die Sicherung und den Aufbau von Beschäftigung doppelten Nutzen: Gelingt es, die für einen klimaneutralen Gebäudebestand notwendige Verdopplung der jährlichen Modernisierungsrate umzusetzen, können allein im Bereich der Gebäudehülle 280.000 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstehen.

Lesen Sie hier das gemeinsame Impulspapier der Verbände.