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Gemeinsam für aktiven Klimaschutz – unter diesem Motto haben sich Anfang September Vertreter des Deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN) e.V. und des FVID e.V. mit einigen ihrer Kooperationspartner zu einem Runden Tisch getroffen. Dabei wollten sie gemeinsame Ziele für einen aktiven Klimaschutz definieren. Teilgenommen haben noch Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverbandes für Umweltberatung (bfub) e.V., des Bundesverbandes energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) e.V. und des Energiereferates der Stadt Frankfurt, des Fachverbandes Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB) e.V.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Thema energetische Modernisierung des Gebäude- bestandes als wichtige Komponente zur für einen aktiven Klimaschutz thematisiert werden soll und dass viele Ziele gemeinsam verfolgt werden können.
So hat sich die Gruppe auf die Erstellung eines Positionspapiers für mehr Klimaschutz geeinigt. Die darin enthaltenen Themen werden von allen Institutionen gemeinsam und auch innerhalb der einzelnen Organisationen weiterverfolgt. Das DEN hat im Anschluss an das Treffen bereits unter der Überschrift „Das Klimaschutzpotential im Gebäudebereich nutzen“ an die Bundestagsabgeordneten und an die Bundesregierung appelliert und sie aufgefordert, „die von KfW und BAFA sowie von anderen Trägern zur Verfügung gestellten Förderungen zu koordinieren, einfacher zu gestalten und den büro-kratischen Aufwand ihrer Beantragung zu verringern.“

Der FVID e.V. hat ebenfalls zeitnah Position bezogen und die ganzheitliche, technologieneutrale und dabei ergebnisoffene Betrachtung von Innendämmungen thematisiert. Es müsse zudem die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet werden da diese für die Dauerhaftigkeit aller Lebensphasen von Bedeutung ist.
Da die wissenschaftlichen Erkenntnisse, praktischen Umsetzungen und normativen Vorgaben im Bereich der Innendämmung von Außenwänden in den letzten Jahren deutlich vorangeschritten sind, sieht der FVID e.V. keine Hürden, konkrete Anforderungswerte für die Innendämmung zu formulieren. Diese wurden leider jedoch im Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes vom 28.05.2019 nicht ausreichend berücksichtigt (siehe hierzu auch die Stellungnahme des FVID e.V. vom 28.06.2019).
Es existieren zwischenzeitlich anerkannte Regelwerke zur Planung von Innendämmungen mit entsprechend vereinfachten Nachweisverfahren. Denkbar wären aus Sicht des FVID e.V. daher folgende Anforderungen:

  • Umax = 0,50 W/(m2K), für Massivwände
  • Umax = 0,65 W/(m2K), für Sichtfachwerkwände

In jedem Fall ist ein Zusatz zu formulieren: „Falls dieser Wert aus bauphysikalischen, bau- konstruktiven oder gestalterischen Gründen nicht erreichbar ist, ist dieses fachlich zu begründen und ein höchstmöglicher Wärmeschutz einzubauen. Wärmebrücken sind zu berücksichtigen. Grundlage der Beurteilung stellen die WTA-Merkblätter 6-4 und 6-5“ dar.

Die vollständigen Positionspapiere des FVID e.V. und des DEN e.V. sind abrufbar unter:

https://www.fvid.de/index.php/aktuelles/136-positionspapier-des-fvid-e-v-zu-klimaschutzzielen- deutschlands

und

https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/wp- content/uploads/2019/09/2019_09_19_DEN_PM_14-2019_HP.pdf