Newsletter IV-2018

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Baukulturbericht 2018/19

Verstärkt in den Bestand investieren

Der Baukulturbericht 2018/19 "Erbe – Bestand – Zukunft" fokussiert schwerpunktmäßig die Bedeutung und die Potenziale unseres Gebäudebestands, mit dem Ziel neue Perspektiven für das gebaute Erbe zu eröffnen. Bestandsarchitekturen und -infrastrukturen sind nicht nur kulturell bedeutend: Sie verfügen über soziale, ökologische und ökonomische Werte, in denen der Schlüssel für eine zukunftsweisende Baukultur liegt.

Bestand halten und weiterentwickeln!

Auf-, An- oder Umbauten können zeitgemäße Lösungen für Bestandsgebäude darstellen. Diese Maßnahmen leisten einen Beitrag zur ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Dabei muss der Fortbestand identitätsstiftender regionaler Elemente sichergestellt werden.
Bestehende Gebäude lassen sich häufig mit geringen Eingriffen zeitgemäß anpassen.

Hier kann der Baukulturbericht 2018/19 kostenfrei heruntergeladen werden:

https://www.bundesstiftung-baukultur.de/baukulturbericht-201819

Bestandssanierung bringt mehr als härtere Neubau-EnEV

Ergänzend zum Baukulturbericht 2018/19 ein Bericht aus Redaktion EnBauSa.de vom Do 25.10.2018

In einem Interview mit EnBauSa.de erklärt Herr Christian Stolte, Bereichsleiter energieeffiziente Gebäude der Deutschen Energieagentur (Dena), er habe berechnet, dass eine Verschiebung der EnEV-Verschärfung im Neubau für die Klimawende kaum Relevanz hat. Steuerliche Abschreibung für Eigenheimerbesitzer, eine Energieberatungsoffensive oder flächendeckende Kommunikation zum Sanierungsfahrplan nennt er als mögliche Maßnahmen, um bei Sanierung einen Schritt nach vorne zu machen. Der Wohnraumgipfel habe sich zu sehr auf den Neubau konzentriert.

Auf die Frage ob er eine weitere Verschärfung der EnEV-Standards im Neubau im Moment für sinnvoll halte stellte er fest, dass es sich in manchen Fällen rechnet, in anderen eben nicht.
Immerhin werden 50 Prozent aller Neubauten mit einem hohen Effizienzstandard gegenwärtig über die KfW gefördert. Wenn man die EnEV verschärft, werden gleichzeitig die Hürden für eine Förderung höher. Eine Beibehaltung des derzeitigen Stands halte er für gut, weil das für den Moment etwas Ruhe in die Diskussion bringt. Auf keinen Fall darf man aber Standards zurückschrauben.

Bestandssanierung bringt mehr als härtere Neubau-EnEV.

Optionen in der Bestandssanierung sieht Herr Stolte bei der Gebäudehülle und bei der Anlagentechnik. Da ist wenig in Bewegung, da kommen wir nicht so richtig voran.
Da hat man ganz andere Größenordnungen die man einsparen kann als im Neubau.

Das vollständige Interview zum Nachlesen unter

https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bestandssanierung-bringt-mehr-als- haertere-neubau-enev-6128.html