Calciumsilikatplatte (Fa. Calsitherm)

Schilfrohrdämmplatte mit Wandheizung (Fa. Claytec)

Plastische Innendämmung mit Wärmedämmputz

FVID ... besser innen dämmen!

Innendämmung MiWo + Dampfbremse (Fa. Saint-Gobain Isover)

Gemauerte Ziegelvorsatzschale (Fa. Schlagmann Poroton WDF)

TONISinnen Dämmsystem (TONIS Gebäudedämmung UG)

UdiIN RECO® Holzfasersystem mit Untergrundausgleich (Udi DÄMMSYSTEME GmbH)

Holzweichfaserplatte (Fa. Gutex)

Innendämmung MiWo + Dampfbremse (Fa. Saint-Gobain Isover)

3-Tages-Seminar „Sachkunde Innendämmung“ auch in 2022

Die Coronaviruskrise hat leider auch in 2021 wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht - das für Ende Oktober 2021 geplante Seminar "Sachkunde Innendämmung" zusammen mit dem Bildungszentrum der Handwerkskammer (HBZ) Münster musste leider abgesagt und verschoben werden!

Der FVID hat daher wieder nach Möglichkeiten gesucht, in 2022 weitere Termine für das mehrtägige Seminar, in dem das notwendige Know-how zum Themenbereich Innendämmung vermittelt und anhand zahlreicher Praxisbeispiele erläutert wird, zu finden. Der Lehrplan basiert auf einem Curriculum, das sich an den Inhalten des Praxishandbuches Innendämmung orientiert. Insofern ist der hier vermittelte Inhalt zum Thema Innendämmung nahezu einzigartig ist – sowohl im Umfang als auch in der Intensität! Wer sich im Wachstumsmarkt Innendämmung qualifizieren will, erhält so eine fundierte und am Markt anerkannte Sachkunde Innendämmung.

Das Seminar richtet sich an Verarbeiter/Fachkräfte/Handwerker* von Fachunternehmen aus den Bereichen Maler, Tapezierer, Innenausbau, Zimmerer, Schreiner, Maurer, Stuckateure, Putzer und Trockenbau, Architekten, Planer, Ingenieure, Sachverständige und Energieberater sowie Fachleute aus öffentlichen Verwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, Baustoffgroß- und -fachhandel, Immobilienbewerter und Verkehrswertermittler.* Als Voraussetzung zur Anmeldung werden praktische Erfahrungen auf dem Bau und/oder im Umgang mit Bauprodukten für die energetische Sanierung erwartet!

Detaillierte Seminarinformationen (Datum, Ort, Kosten) finden Sie in der Veranstaltungsliste des FVID oder im Seminarflyer. Melden Sie sich bitte an, entweder für die Schulung in der Geschäftsstelle des FVID e.V. in Frankfurt am Main (02.-04.02.2022) oder für das Intensivseminar bei unserem Kooperationspartner EIPOS GmbH Dresden (27.-29.06.2022). Nutzen Sie die einmalige Chance!

* M/W/D

Download Seminarflyer

Wandheizung/-kühlung mit Innendämmung in Bestandsgebäuden

Positionspapier des Fachverband Innendämmung (FVID) e.V.

Ein kongeniales Duo für das Niedrigtemperatur-Haus im Gebäudebestand

Titelbild – Der systembedingte Mindest-Wärmeschutz der Flächenheizung/-kühlung (Forum Wohnenergie)
Titelbild – Der systembedingte Mindest-Wärmeschutz der Flächenheizung/-kühlung (Forum Wohnenergie)

Um die Potenziale der Wandheizung/-kühlung mit Innendämmungen in Bestandsgebäuden zielorientiert auf den Punkt zu bringen und in der Umsetzung auch nachhaltig ausschöpfen zu können, muss bei der Planung einer Wandheizung/-kühlung an Außenwandflächen die energetische Qualität des Bauteils ermittelt werden, wie es im Rahmen der Heizlastberechnung (DIN EN 12831) des oder der Räume ohnehin notwendig ist.

Nach Feststellung des Mindest-Durchlasswiderstandes R der bestehenden Außenwand ist zu prüfen, ob eine zusätzliche Dämmung im Sinne des systembedingten Mindest-Wärmeschutzes (nach DIN EN 1264 – 4) notwendig ist oder nicht, um Wärmeverluste des Wärmeübergabesystems Wandheizung/- kühlung durch das Bauteil Außenwand zu reduzieren und somit die notwendige Wärmestromdichte (in W/m2) an den Raum im Auslegungsfall sicherzustellen.

Tabelle 1 – Der systembedingte Mindest-Wärmeschutz der Außenwand verlangt, den nach DIN EN 1264 – 4 Ta- belle 1 geforderten Mindest-Wärmedurchlasswiderstand wie z.B. bei einer Außenwand bei -15°C = R  2,0 (m2K)/W einzuhalten. (BDH-Fachbereich Flächenheizung/-kühlung)
Tabelle 1 – Der systembedingte Mindest-Wärmeschutz der Außenwand verlangt, den nach DIN EN 1264 – 4 Ta- belle 1 geforderten Mindest-Wärmedurchlasswiderstand wie z.B. bei einer Außenwand bei -15°C = R ≥ 2,0 (m2K)/W einzuhalten. (BDH-Fachbereich Flächenheizung/-kühlung)

In diesem Fall kann über die Anwendung einer Innendämmung nachgedacht werden. Nur wenige Zentimeter Innendämmung reduzieren die Transmissions-Wärmeverluste durch eine Außenwand um mehr als 50%. Dies wirkt sich auch auf die Reduzierung des gesamten Heizwärmebedarfs für das Gebäude aus und macht diese deutlich effizienter.

Bei der Planung einer Innendämmung ist grundsätzlich zu berücksichtigen, wie die zusätzliche Bauteil-Materialschicht Innendämmung den Wärme- und Feuchteverlauf im Bauteil verändert/beeinflusst, bzw. mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist.

Durch die Kombination aus energetischer Verbesserung der Gebäudehülle und Optimierung der An- lagentechnik entsteht ein großes Potenzial, nicht nur Energie einzusparen, sondern auch CO2-Emissionen im Gebäudebestand nachhaltig zu reduzieren. Das Niedrigtemperatursystem Flächenheizung/- kühlung verbessert dabei nicht nur die Energieeffizienz, sondern auch die thermische Behaglichkeit. Mit einer Innendämmung können die im Auslegungsfall (z.B. -14°C Außentemperatur) notwendigen maximalen Vorlauftemperaturen deutlich verringert werden.

Auf diese Weise können auch in Bestandsgebäuden mit einem geringen Mehraufwand Niedrigtemperatursysteme in der Wärmeübergabe realisiert werden. Dies reduziert nicht nur aufwendige Hochtemperaturerzeugung, sondern ermöglicht auch maximale Integration von Solar- und Umweltwärme im Gebäudebestand. Eine Wandheizung eignet sich besonders auch wegen der Montageabläufe für die Kombination mit einer Innendämmung - und sie beeinflusst gleichzeitig positiv die Feuchtesituation im Innendämmquerschnitt.

Abbildung 1 – Systeme der Wandheizung/-kühlung können in Nass- und Trockenbauweise mit einem Innen- dämmsystem kombiniert werden. (BDH-Fachbereich Flächenheizung/-kühlung)
Abbildung 1 – Systeme der Wandheizung/-kühlung können in Nass- und Trockenbauweise mit einem Innen- dämmsystem kombiniert werden. (BDH-Fachbereich Flächenheizung/-kühlung)

Es werden Materialsysteme benötigt, auf denen die Wärmeverteilschicht einer Wandflächenheizung bis 25 mm Dicke aufgetragen werden kann. Unter Berücksichtigung des maximal zur Verfügung stehenden raumseitigen Wandaufbaus können mittels Vergleichsrechnungen und Entscheidungstabellen materialvariable Innendämmsysteme mit unterschiedlichen Kennwerten ermittelt und gegen- übergestellt werden, um über den systembedingten Mindest-Wärmeschutz eine weitere Verbesserung des Wärmeschutzes zu ermöglichen, gleichzeitig aber auch einen bauphysikalischen Feuchteschutz zu gewährleisten.

Um Feuchteschäden in Außenwandaufbauten mit Innendämmung zu vermeiden, ist eine feuchtetechnische Bewertung im Vorfeld der Maßnahme ebenso erforderlich, wie die Bewertung des Wärmeschutzes, der ohnehin Bestandteil der Heizlastberechnung ist. Diese erweiterte Bewertung betrachtet nicht nur die Bestandswand mit ihren Materialeigenschaften und -aufbauten, sondern neben den potenziellen Feuchtequellen, auch die klimatischen Rahmenbedingungen.

Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass durch die Bauart einer Flächenheizung/-kühlung nicht die bauphysikalischen Eigenschaften eines Innendämmsystems verändert werden und das Innendämmsystem auch funktionieren muss, wenn die Flächenheizung/-kühlung nicht in Betrieb ist, oder nicht alle Innendämmflächen mit einer Flächenheizung belegt sind.

Der Fachverband Innendämmung (FVID) e.V. steht als gewerkeübergreifender Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützt die Kombination von Wandheizung/-kühlung mit Innendämmsystemen.

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Klimaziele nur durch effiziente Gebäudehüllen erreichbar

Der FVID-Kooperationspartner Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. berichtet in der Pressemitteilung 11/2021 vom 02.09.2021 von den Ergebnissen einer durchgeführten Energieberater- Umfrage, an der 219 unabhängige Energieberater/-innen teilnahmen. Initiator der Umfrage war der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG). Das Ergebnis ist eindeutig: Bei der energieeffizienten Modernisierung der Gebäudehüllen gibt es noch sehr großen Nachholbedarf.

Von den befragten Energieberatern/-innen sind mehr als 9 von 10 der Meinung, dass zum Erreichen der Klimaziele eine ineffiziente Gebäudehülle der „Flaschenhals“ ist. Bei der Reduzierung der CO2- Emissionen hat dieser Bereich bisher seine Einsparziele verfehlt! Mehr als vier Fünftel der Energieberater bewerten die regierungspolitischen Maßnahmen und Fortschritte bei der effizienten Modernisierung des Gebäudebestands als schlecht oder sehr schlecht. Nur knapp 60 % der Befragten können sich vorstellen, dass Klimaneutralität im Gebäudesektor bis 2045 wirklich erreicht werden kann.

Anlagentechnik, zum Beispiel Wärmepumpen, steht höher im Kurs und wird mit besseren Förderkonditionen ausgestattet. Deren Wirksamkeit wird jedoch erheblich verschlechtert, wenn infolge einer ineffizienten Gebäudehüllen die Energie nicht im Gebäude bleibt und der Energiebedarf insgesamt nicht massiv reduziert wird. In der Praxis ist die Verbesserung der Energieeffizienz der Gebäudehülle jedoch nicht immer einfach machbar, denn nicht jedes Gebäude lässt sich (außen) dämmen! Viele Balkone, unregelmäßige Fassadengestaltung, Verzierungen, Versprünge, geringer Abstand zur Nachbarbebauung sind nur einige Argumente gegen eine Dämmung der Außenwände.

Dabei wäre die Lösung doch so einfach: sie lautet: „Besser innen dämmen!“ Der FVID e.V., der in 2021 sein 10-jähriges Jubiläum feiert, setzt sich seit seiner Gründung dafür ein, Dämmung der Gebäudehülle mit Innendämmung auszuführen. Marktstudien hatten gezeigt, dass durchschnittlich mindestens in 2 von 10 Fällen eine raumseitige Wärmedämmung der im Bestand ungedämmten Außenwände machbar wäre. Im Mittel ergibt sich grob geschätzt ein Marktpotenzial von etwa 5 Mio. m2 Innendämmung pro Jahr, eine Fläche so groß wie 700 Fußballfelder!

Unter Beachtung der anerkannten Regelwerke zur Planung von Innendämmungen mit entsprechend vereinfachten Nachweisverfahren (WTA-Merkblätter 6-4 und 6-5) wären aus Sicht des FVID e.V. Wärmedurchgangskoeffizienten für Massivwände im Bereich 0,45 - 0,50 W/(m2K) und für Sichtfachwerkwände im Bereich von 0,60 - 0,65 W/(m2K) ohne Weiteres realisierbar. Gegebenenfalls müssten dabei Wärmebrücken in den Bauteilanschlüssen an Decken, Innenwände oder Fensterleibungen mitberücksichtigt werden. Ein planvolles Vorgehen auf der Basis einer fundierter Zustandsanalyse und Bestandsaufnahme der vorhandenen Gebäude- und Bauteilqualität zur Zielerreichung ist in allen Fällen unerlässlich.

Mit den genannten U-Wert-Verbesserungen allein ist ein klimaneutraler Gebäudebestand kaum zu erreichen. Aber bevor gar nichts gemacht wird, ist das in jedem Fall die einfachere und bessere Lösung. Denn in Verbindung mit dem oben genannten Marktpotenzial an Innendämmung wäre es möglich, eine deutliche Verbesserung der energieeffizienten Eigenschaften von Außenwänden bei raumseitiger Dämmung zu erzielen und damit zumindest das Erreichen der geplanten Klimaschutzziele zu beschleunigen. Beispiel: bei U-Werten des unsanierten Gebäudebestandes – Baualter bis 1945 und massiver bzw. Fachwerk-Wandaufbau – in der Größenordnung von ca. 2,0-2,2 W/(m2K) könnte mit raumseitiger Wärmedämmung problemlos eine Reduzierung der Wärmeverluste über die Außenwände von mehr als 70 % bewirkt werden!

Daher ist es aus Sicht des FVID e.V. unbedingt erforderlich, die Förderbedingungen für Planung und Ausführung von Innendämmmaßnahmen zeitnah deutlich zu erhöhen, inkl. der üblicherweise förderfähigen Nebenkosten für erforderliche Umfeldmaßnahmen und Energieberatungsleistungen.

FVID-Kooperationspartner DEN e.V. aktualisiert Weiterbildungsprogramm

Die Akademie des FVID-Kooperationspartners Deutsches-Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. bietet als bundesweite Bildungsinstitution Seminare, Lehrgänge, Inhouse-Schulungen und Vorträge rund um das Thema Energie und Energieeffizienz, Klimaschutz und Fördermittel für die Energieberaterbranche an. Ob Wohngebäude oder Nichtwohngebäude – hier findet jeder den passenden Kurs.

Neben dem Angebot von Präsenzveranstaltungen werden auch Live-Online-Seminare durchgeführt. Hier treffen sich Referierende und Teilnehmende im virtuellen Lernraum und können mittels der Live-Übertragung bequem online am Seminar teilnehmen, der Präsentation folgen und Fragen stellen.

Durch diese Weiterbildungsmaßnamen haben die Teilnehmenden u.a. die Möglichkeit, sich im Bereich der Energieberatung eine neue berufliche Existenz als Energieberater aufzubauen. Oder durch sinnvolle Schulungsmaßnahmen zusätzliches Fachwissen als Ingenieur, Architekt, Sachverständiger, Techniker oder Handwerker zu erwerben. Anerkennungen für die jeweils zuständigen Kammer oder für die Expertenliste bei der dena werden von der DEN-Akademie geprüft.

Das aktuelle DEN-Akademie-Programm kann online eingesehen oder als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Die durchgestrichenen Termine sind bereits ausgebucht, für die gelb markierten Termine sind noch Anmeldungen möglich.

Praxishandbuch Innendämmung nach wie vor ein „Renner“!

Das 2016 in 1. Auflage herausgegebene Praxishandbuch Innendämmung des FVID e.V. ist und bleibt ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unberechtigte Ängste vor Innendämmungen zu nehmen bzw. fachgerechte Ausführungen zu ermöglichen. In diesem ersten umfassenden Druckwerk wird die vielfältige Praxis der Innendämmsystemaufbauten unter dem Aspekt der ganzheitlichen Vorgehensweise von A bis Z beleuchtet. Mit vielen praktischen Hinweisen zu Planung, Ausführung, Materialauswahl, Bemessung, Überprüfung usw. kann es eine Hilfestellung für den täglichen Gebrauch im Planungsbüro, auf der Baustelle oder im Rahmen der Bauüberwachung leisten.

Erstmals wurden auch die zahlreichen juristischen Aspekte, die mit Innendämmungen einhergehen können, berücksichtigt. In einem separaten Buchkapitel werden wichtige Rechtsfragen zusammengefasst erläutert. Viele Beispiele aus der aktuellen Rechtsprechung vertiefen die Sachverhalte. Eine Besonderheit finden die Leserinnen und Leser in einzelnen technischen Kapiteln: wichtige themenbezogene Rechtshinweise.

Lassen Sie sich beim Lesen durch den Innendämmungsprozess leiten und machen Sie sich selbst ein Bild, wie interessant Innendämmung sein kann, wenn man die Prozessschritte kennt. Dann ist diese Art der Dämmung nicht mehr die zweitbeste Option, sondern dann wird die Innendämmung das, was sie eigentlich ist: eine erfolgversprechende Art der energetischen Sanierung von Gebäuden im Bestand!

Das Praxishandbuch Innendämmung ist für alle Zielgruppen geeignet, die an der Wertschöpfungskette Innendämmung beteiligt sind – Anlagentechniker/-innen, Architekten/-innen, Bauherren und -frauen, Bauphysiker/-innen, Bauunternehmen, Denkmalschutzinstitutionen, Eigentümergemeinschaften, Energieberater/-innen, Handwerker/-innen, Ingenieurbüros, Juristen/-innen, Kommunen, Materialhersteller, Sachverständige, Wohnungsbaugenossenschaften und viele mehr. Besonders für Studierende ist dieses Fachbuch eine tägliche Hilfe in der Ausbildung. Daniela M. meint dazu: „Aus der Sicht einer Studentin kann ich wirklich sagen, dass das Buch einen übersichtlichen Aufbau hat und man inhaltlich die Themen gut nachlesen und verstehen kann.“

Das Praxishandbuch Innendämmung kann bei der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co KG bestellt werden.

Online-Seminarreihe mit neuem Kooperationspartner BDH e.V.

Mit einer Innendämmung wird der Wärmetransport vom Innenraum durch die Außenwand reduziert, da sich der Wärmedurchlasswiderstand R erhöht und sich somit der Wärmeschutz verbessert. Dies fordert bei der Montage eines Wandheizungssystems an eine Außenwand auch der systembedingte Mindestwärmeschutz. Beide Aspekte - Optimierung der Gebäudehülle mit Innendämmung und der Anlagentechnik mit Wandflächenheizung - können sich somit kongenial ergänzen.

Eine Innendämmung schafft die Voraussetzung, dass eine Flächenheizung/-kühlung ihre Wärme gezielt in den Raum abgeben und für behagliche Raumheizung sorgen kann. Eine Flächenheizung kann als unterstützende Maßnahme für Innendämmungen verstanden werden, da das damit verbundene Feuchteerhöhungsrisiko reduziert werden kann. Was liegt also näher als eine partnerschaftliche Kooperation der Verbände, die sich jeweils mit den Einzelthemen beschäftigen?

Der Fachverband Innendämmung (FVID) e.V. und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) e.V., Fachbereich Flächenheizung/-kühlung, arbeiten daher an dieser Schnittstelle Energieeffizienz Gebäudehülle/Anlagentechnik enger zusammen. Eine gemeinsame dreiteilige Veröffentlichung ist bereits in der Planung - und im Rahmen einer Web-Seminarreihe soll die Schnittstellenthematik näher vorgestellt werden.

Ab August informiert der BDH e.V. im Rahmen einer digitalen Seminarreihe über das Thema Flächenheizung/-kühlung. Die Veranstaltungen finden jeweils von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr stattt. Am 04.08.2021 steht das 1. Seminar unter der Überschrift „Grundlagen der Flächenheizung/-kühlung - Wirkprinzip, Bauarten, thermische Behaglichkeit und Energieeffizienz im System“. Am 22.09.2021 folgt „Flächenheizung in der Modernisierung“, am 13.10.2021 „Flächenkühlung in Wohngebäuden“. Schließlich werden am 25.11.2021 "Flächenheizung/-kühlung und Innendämmung" zusammengeführt.

Im Mittelpunkt der Online-Seminare steht der praxisorientierte, produkt- und herstellerneutrale Wissenstransfer. Experten aus der Branche informieren in Fachvorträgen über den technischen sowie energiepolitischen Status Quo und beschreiben Anwendungsfälle sowohl für den Neubau, als auch für Bestandsgebäude.

Die Teilnahme an den Seminaren ist – wenn nicht anders gekennzeichnet – kostenfrei. Interessierte können sich anmelden unter https://www.flaechenheizung-bdh.de/seminare/online-seminare-und-fachkonferenzen-zur-flaechenheizung-und-flaechenkuehlung; zum Download steht eine Pressemitteilung des BDH zur Verfügung.

Gemeinsam für konjunkturpolitische Maßnahmen im Gebäudebereich

In einem Impulspapier fordern 15 Verbände konjunkturpolitische Maßnahmen im Gebäudebereich. Der FVID e.V. hat das Impulspapier mitunterzeichnet, um auf das Thema „Dämmung", insbesonders die Innendämmung, zu machen.

Der Bausektor ist mit ca. 2 Mio. Beschäftigten und einem jährlichen Bauvolumen von 400 Mrd. Euro einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Ihm kommt damit eine zentrale Rolle für nachhaltige Investitionen in die regionale Wertschöpfung zu, die gleichzeitig zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Um das große ökologische und ökonomische Potenzial des Gebäudesektors voll auszuschöpfen, fordern Verbände aus Baustoffindustrie und Handwerk die Politik auf, bei Maßnahmen eines neuen „Konjunkturpakets III“ auch die deutschen und europäischen Klimaschutzziele im Blick zu haben.

Vor dem Hintergrund drastisch einbrechender Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen sowie ungewisser wirtschaftlicher Aussichten als Folge der Covid-19-Ausbreitung stellen zahlreiche Kommunen und private Bauherren ihre Investitionen zurück. Damit es mittelfristig zu keinen Investitionsengpässen im Baubereich bei privaten und öffentlichen Gebäuden kommt, bedarf es zusätzlicher Anreize, um die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes voranzutreiben. Viele Gebäude stammen aus der Nachkriegszeit und verfügen über entsprechend schlechte energetische Standards. So sind im Moment zum Beispiel noch ca. 3/4 der Fenster energetisch unzureichend und ca. 2/3 der Außenwände noch ungedämmt. Marktstudien haben gezeigt, dass man z. B. mit einem Marktpotenzial von mehreren Mio. m2 Innendämmung jährlich rechnen kann.

Die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes – dazu zählen neben den baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle auch Aufstockungen, Dachausbauten und der Ersatzneubau – bietet durch dauerhafte Energie- und CO2-Einsparungen sowie die Sicherung und den Aufbau von Beschäftigung doppelten Nutzen: Gelingt es, die für einen klimaneutralen Gebäudebestand notwendige Verdopplung der jährlichen Modernisierungsrate umzusetzen, können allein im Bereich der Gebäudehülle 280.000 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstehen.

Lesen Sie hier das gemeinsame Impulspapier der Verbände.

3-Tages-Seminar „Sachkunde Innendämmung“ auch in 2020 und 2021

Die Coronaviruskrise hat leider einen Strich durch die Rechnung gemacht - das für März 2020 geplante und voll besetzte Seminar "Sachkunde Innendämmung" in Frankfurt am Main musste leider abgesagt und verschoben werden!

Der FVID hat daher nach Möglichkeiten gesucht, in 2020 und 2021 weitere Termine für das mehrtägige Seminar, in dem das notwendige Know-how zum Themenbereich Innendämmung vermittelt und anhand zahlreicher Praxisbeispiele erläutert wird, zu finden. Der Lehrplan basiert auf einem Curriculum, das sich an den Inhalten des Praxishandbuches Innendämmung orientiert. Insofern ist der hier vermittelte Inhalt zum Thema Innendämmung nahezu einzigartig ist – sowohl im Umfang als auch in der Intensität! Wer sich im Wachstumsmarkt Innendämmung qualifizieren will, erhält so eine fundierte und am Markt anerkannte Sachkunde Innendämmung.

Das Seminar richtet sich an Verarbeiter/Fachkräfte/Handwerker* von Fachunternehmen aus den Bereichen Maler, Tapezierer, Innenausbau, Zimmerer, Schreiner, Maurer, Stuckateure, Putzer und Trockenbau, Architekten, Planer, Ingenieure, Sachverständige und Energieberater sowie Fachleute aus öffentlichen Verwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, Baustoffgroß- und -fachhandel, Immobilienbewerter und Verkehrswertermittler.* Als Voraussetzung zur Anmeldung werden praktische Erfahrungen auf dem Bau und/oder im Umgang mit Bauprodukten für die energetische Sanierung erwartet!

Detaillierte Seminarinformationen (Datum, Ort, Kosten) finden Sie in der Veranstaltungsliste des FVID oder im Seminarflyer. Melden Sie sich bitte an, entweder für die Schulung in der Geschäftsstelle des FVID e.V. in Frankfurt am Main oder für eine Schulung bei den Kooperationspartnern EIPOS GmbH Dresden, Universität Kassel oder HBZ Münster. Nutzen Sie die einmalige Chance!

* M/W / D

Aktuelle Forschungsergebnisse zu Innendämmsystemen

Das FVID-Mitglied Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) e.V. München hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) einen umfassenden Forschungsbericht zur Beurteilung und Bewertung von Innendämmsystemen zur Energieeffizienzsteigerung erstellt. Der Bericht wurde unter dem Titel „Energieeffizienzsteigerung durch Innendämmsysteme: Anwendungsbereiche, Chancen und Grenzen : Forschung für energieeffiziente Gebäude und Quartiere“ im Internet veröffentlicht.

Eine wirtschaftliche thermische Sanierung großer Teile des deutschen Gebäudebestands ist nur mit Innendämmungen machbar und sowohl aus ökologischer Sicht als auch im Hinblick auf den Komfort der Nutzer dringend geboten. Einem breiteren Einsatz von Innendämmsystemen stehen jedoch Verunsicherungen bei den Anwendern entgegen. Ziel des Forschungsprojekts war es daher, diesen Verunsicherungen entgegenzuwirken und wesentliche Grundlagen und Entscheidungshilfen für den Einsatz von Innendämmungen bereitzustellen.

Zunächst wurde eine Marktübersicht über verfügbare Dämmmaterialien und Innendämmsysteme erstellt und anschließend die Innendämmsysteme der beteiligten Industriepartner hinsichtlich ihrer thermischen, hygrischen und ökologischen Aspekte untersucht. Ergänzend zu den Labor-Untersuchungen wurden auch Freilandversuche unter realen Klimabedingungen durchgeführt. Viele der Messungen dienten als Eingabedaten für die im weiteren Verlauf des Projekts durchgeführten hygrothermischen Simulationen. Die ausführliche Parameterstudie zum Feuchteverhalten von Innendämmungen wurde mit WUFI® Pro durchgeführt und zeigt, dass für alle untersuchten Wandbildner und für verschiedene klimatische Randbedingungen auf der Innen- und Außenseite Lösungen aus der Bandbreite der untersuchten Systeme existieren, die eine Innendämmung dauerhaft schadensfrei möglich machen. Ebenso untersucht wurden bei innengedämmten Bauteilanschlüssen entstehende Wärmebrücken. Diese haben eine Modellgleichung zum Ergebnis, die es für die untersuchten Konstruktionen ermöglicht, vom Temperaturfaktor an einer 2D-Wärmebrücke auf den Temperaturfaktor an einer 3D-Wärmebrücke zu schließen. Dadurch können zeitaufwändige 3D-Simulationen entfallen und der Planungsaufwand für Innendämmung reduziert werden. Anschließend wurde in einer weiteren Parameterstudie mit WUFI® Plus untersucht, welche Potentiale für Innendämmungen im Zusammenhang mit intermittierender Beheizung bestehen. Für die meisten Anwendungen konnte hierbei eine mögliche Sanierungsvariante gefunden werden, die eine intermittierende Beheizung mit nur geringen Einbußen im Nutzerkomfort möglich macht und dadurch zu deutlichen Energieeinsparungen führt.

Da im Projekt ein Großteil der in der Praxis zu erwartenden Bestandssituationen abgedeckt wurde, erlauben die Ergebnisse standardisierte Aussagen, die von Praktikern direkt für spezifische Objekte herangezogen werden können. Insgesamt sollen die Projektergebnisse es erleichtern, eventuell kritische Situationen bereits in der Planungsphase zu erkennen. Durch das breite Spektrum an untersuchten Materialien und Systemen soll außerdem die Auswahl geeigneter Lösungen unterstützt werden.

Der Forschungsbericht steht online zur Verfügung unter:

https://fvid.de/images/Aktuelles/fiw-forschungsbericht/TIBKAT_1670420760.pdf

Positionspapier des FVID e.V. zu Klimaschutzzielen Deutschlands

Vor der bevorstehenden Sitzung des Klimakabinetts am 20.09.2019, in der von der Bundesregierung wichtige Entscheidungen zum Klimaschutz in Deutschland getroffen werden sollen (es geht u.a. um Förderprogramme, neue Vorgaben und einen Preis für das Treibhausgas CO2), hat der Fachverband Innendämmung (FVID) e.V. mit einem Positionspapier Stellung bezogen.

Der FVID e.V. begrüßt es zunächst, dass das Thema energetische Modernisierung des Gebäudebestandes als wichtige Komponente zur Erreichung der Klimaziele politisch thematisiert wurde. Der Energiebedarf von Gebäuden kann jedoch praktisch nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtungsweise gesenkt werden. Nur wenn alle Komponenten, von den Bauteilen der Gebäudehülle bis zur Anlagentechnik, zusammenpassen und aufeinander abgestimmt sind, können Energiebedarf und Treibhausgasemissionen minimiert werden. 

Viele Gebäude stammen aus der Nachkriegszeit und verfügen über entsprechend schlechte energetische Standards. So sind im Moment zum Beispiel noch ca. 3/4 der Fenster energetisch unzureichend und ca. 2/3 der Außenwände noch ungedämmt. Leider wird seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2013 der Instandsetzungsdruck bei der Verwendung von raumseitigen Wärmedämmungen genommen. Anforderungen an einzuhaltende Wärmedurchgangskoeffizienten bei Innendämmungen sind darin explizit nicht mehr formuliert. 

Da die wissenschaftlichen Erkenntnisse, praktischen Umsetzungen und normativen Vorgaben im Bereich der Innendämmung von Außenwänden in den letzten Jahren jedoch deutlich vorangeschritten sind, sieht der FVID e.V. keine Hürden, konkrete und praktikable Anforderungswerte für die Innendämmung zu formulieren. Diese wurden leider jedoch im Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes vom 28.05.2019 nicht ausreichend berücksichtigt (siehe hierzu auch die Stellungnahme des FVID e.V. vom 28.06.2019). 

Es existieren zwischenzeitlich anerkannte Regelwerke zur Planung von Innendämmungen mit entsprechend vereinfachten Nachweisverfahren. Denkbar wären aus Sicht des FVID e.V. daher die folgenden Anforderungen für den maximalen Wärmedurchgangskoeffizient bei raumseitig gedämmten Außenwänden:

U ≤ 0,50 W/(m²K), für Massivwände
U ≤ 0,65 W/(m²K), für Sichtfachwerkwände

In jedem Fall ist ein Zusatz zu formulieren: „Falls dieser Wert aus bauphysikalischen, baukonstruktiven oder gestalterischen Gründen nicht erreichbar ist, ist dieses fachlich zu begründen und ein höchstmöglicher Wärmeschutz einzubauen. Wärmebrücken sind zu berücksichtigen. Grundlage der Beurteilung stellen die WTA-Merkblätter 6-4 und 6-5.“ 

In Verbindung mit dem Marktpotenzial an Innendämmung – man rechnet grob geschätzt mit ca. 5 Mio m² Innendämmung jährlich in Deutschland – wäre es somit möglich, eine erhebliche Verbesserung der energieeffizienten Eigenschaften von Außenwänden bei raumseitiger Dämmung zu erzielen und damit das Erreichen der geplanten Klimaschutzziele zu beschleunigen. Darüber hinaus ist ein strukturiertes planvolles Vorgehen auf der Basis einer fundierter Zustandsanalyse und Bestandsaufnahme der vorhandenen Gebäude- und Bauteilqualität zur Zielerreichung unerlässlich. 

Nur im Rahmen einer technologieneutralen, ergebnisoffenen, gesamtheitlichen Betrachtung bei gleichzeitiger Verringerung des Energiebedarfs und des Ausbaus erneuerbarer Energien wird Deutschland seine Klimaziele erreichen können. Besser innen dämmen ist dabei ein wichtiger Beitrag.

 

Neuigkeiten rund um den Fachverband Innendämmung erhalten Sie in unserem regelmäßigen Newsletter.

 

Das neue Praxishandbuch Innendämmung des FVID e. V. ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unberechtigte Ängste vor Innendämmungen zu nehmen bzw. fachgerechte Ausführungen zu ermöglichen. In diesem ersten umfassenden Druckwerk wird die vielfältige Praxis der Innendämmsystemaufbauten unter dem Aspekt der ganzheitlichen Vorgehensweise von A bis Z beleuchtet.

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7/2021 - Der „richtige“ Wasseraufnahmekoeffizient

Einleitung

Für die hygrothermische Simulation ist die Charakterisierung der kapillaren Wassertransporte in Baustoffen von zentraler Bedeutung. Im Zuge der europäischen Harmonisierung der Produktnormen erfolgte nun auch in Deutschland für Mörtel und Putze die Umstellung hin zur europäischen Norm DIN EN 998 „Festlegungen für Mörtel im Mauerwerksbau“. Mit dieser Umstellung wurde auch ein neues Klassifizierungsschema zur Charakterisierung der Wasseraufnahme von Putzen eingeführt. Eine direkte Vergleichbarkeit zwischen alter und neuer Klassifizierung ist nicht möglich, da die Messwerte auf unterschiedliche Verfahren basieren. Im Folgenden sollen die Unterschiede erläutert und dargelegt werden, mit welchen Wasseraufnahmekoeffizienten Simulationsrechnungen des gekoppelten Wärme- und Feuchtetransports durchgeführt werden sollten.

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6/2021 - Innendämmungen und Wärmebrücken

Bei Innendämmungen wird in aller Regel davon ausgegangen, dass ein erheblicher zusätzlicher Wärmeverlust durch die sich bei Innendämmungen stärker ausbildenden Wärmebrücken gegeben ist. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass beim normativen Wärmeschutznachweis ein erhöhter pauschaler Wärmebrückenzuschlag von UWB = 0,15 W/(mK) anzusetzen ist, sofern mehr als 50 % der Außenwände innenseitig gedämmt sind bzw. werden sollen. Aber nicht nur der energetische Verlust durch Wärmebrücken ist von Belang. Vielmehr wird ebenfalls davon ausgegangen, dass durch die stärkere Abkühlung der inneren Oberfläche im Bereich der Wärmebrücke erhöhte Feuchtigkeit bis hin zur Schimmelpilzbildung nicht ausgeschlossen werden kann.

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5/2020 - Kombination von Innen- und Außendämmung, geht das?

In der alltäglichen Praxis bestehen große Unsicherheiten, ob Innendämmsysteme (IDS) mit Außendämmungen, wie z. B. Wärmedämmverbundsystemen (WDVS), vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) oder Wärmedämmputzen (WDP) miteinander kombiniert werden können. Insbesondere bei der nachträglichen energetischen Verbesserung einer bestehenden Außendämmung tauchen die Fragen auf, welche im Folgenden diskutiert werden sollen.

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4/2019 - Checkliste zur Bestandsaufnahme und Dokumentationshilfe

Mit einer Fachunternehmererklärung (FUK) bestätigt ein Fachbetrieb nach der Fertigstellung, dass seine ausgeführten Bauleistungen den notwendigen Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, DIN-Normen, Richtlinien) und/oder den bei Fördermaßnahmen (KfW, BAFA) geforderten Vorgaben entsprechen. Diese Bescheinigung ist dem Bauherrn (Eigentümer) nach der Fertigstellung (Abschluss) seiner beauftragten Arbeit schriftlich zu übergeben. Die Bescheinigung kann formlos ausgeführt werden. Sie muss 5 Jahre aufbewahrt werden, damit sie bei einer evtl. Überprüfung vorgelegt werden kann.

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3/2019 - Anforderungen nach EnEV bei Bestandsgebäuden

Zur EnEV 2013 /2015 werden immer wieder Anfragen zum Umgang mit den Anforderungen im Bestandsbau gestellt. Insbesondere in Bezug zu den Anforderungen des Bauteilverfahrens, zum Einsatz von Innendämmungen oder der Erweiterung von Wohnraum häufen sich diese Fragen. Nachfolgend werden hierzu Antworten gegeben, die sich an typischen Fällen orientieren.

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2/2019 - Zur Definition des innenliegenden Diffusionswiderstands sdi

Innendämmungen werden in aller Regel mit Tauwasserbildung im Bauteilinneren in Verbindung gebracht. Der klassische Nachweis nach DIN 4108-3 Wärmeschutz im Hochbau Teil 3 „Klimabedingter Feuchteschutz“ erfolgt auf Basis des sogenannten Glaserverfahrens. Jedoch werden in dieser Norm Innendämmungen auch als nachweisfrei gestellt, sofern bestimmte Bedingungen an den zusätzlich eingebrachten Wärmedurchlasswiderstand und dem damit verbundenen Diffusionswiderstand eingehalten werden. Einen vergleichbaren Weg verfolgt das vereinfachte Nachweisverfahren nach WTA-Merkblatt 6-4 „Innendämmung nach WTA: Planungsleitfaden“: Auch hier werden in Abhängigkeit vom eingebrachten Wärmeschutz Mindestdiffusionswiderstände angegeben, damit eine Tauwasserbildung innerhalb der Konstruktion ausgeschlossen werden kann.

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1/2018 - Funktionale Aspekte von Lehmbaustoffen bei der Innendämmung

 

Innendämmungen aus oder mit Lehm stehen in dem Ruf, bauphysikalisch für die spezifischen Anforderungen sehr geeignet zu sein. Tatsächlich haben Lehmbaustoffe diesbezüglich bemerkenswerte Eigenschaften:
Sie sorbieren Luftfeuchtigkeit, sind diffusionsoffen und kapillar leitfähig. Zusammen mit den moderaten thermischen Eigenschaften resultieren daraus fehlertolerante Systeme bezüglich Planung, Ausführung und Nutzung. Das besondere Erhärtungsverhalten sorgt für sichere, aber reversible Verbindung mit den Bestandaußenwänden. Der Beitrag erläutert die Wirkungsmechanismen, stellt die wichtigsten drei Innendämmarten mit Lehmbaustoffen vor und schließt mit einem außergewöhnlichen Anwendungsbeispiel.

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Der aktuelle Flyer des Fachverbands Innendämmung e.V.

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